Intel DevDay in Berlin

2010-09-06 14:15

Am ersten Samstag des Septembers veranstaltete ja Intel einen DevDay zum Thema MeeGo & Netbooks. Ich war auf diese Veranstaltung geladen als Sprecher, um einen Vortrag über Portierung von Apps auf MeeGo mit Qt zu halten.

Die Veranstaltung war unter anderem durch Michael Hülskötter organisiert worden, einem aus dem Intelumfeld bekannten Blogger. Michael war es auch, der mich ansprach, ob ich nicht Lust hätte für Intel dort einen Vortrag zu halten. Hintergrund ist hier, das wir über das Thema Portierung von Anwendungen uns schon mal im Frühjahr unterhalten hatten. Nach einem ersten Treffen auf dem Bada DevDay in Frankfurt folgte dann auch ein weiterer Gedankenaustausch zu Mobilen Apps und Entwicklung hierfür.
Der Bada DevDay ist auch eine gute Vergleichsmöglichkeit, denn auch Intel ging es hierbei ja um das erreichen der Entwicklerszene. Die Berliner HomeBase als Veranstaltungsort ist schon mal etwas kleiner als der Cocoon Club in Frankfurt, Intel schaffte es aber diesen Raum mit einer Atmosphäre zu füllen, während der Bada DevDay hier in meiner Erinnerung etwas technischer war. Überhaupt, der Bada DevDay unterscheidet sich sehr stark vom Intel Event in Berlin. So gab es auf dieser Veranstaltung keinen Moderator, auch gab es keine wirkliche Bühne, alle waren im selben Raum, die Sprecher durch 2 Monitore eingerahmt und durch 2 Betonsäulen flankiert. Für gute Fragen verteilte Intel T-Shirts und durch Drinks & Fingerfood war für eine lockere Atmosphäre gesorgt. Die Veranstaltung war gut besucht, gerade wenn man bedenkt das es schwierig ist, die Leute von der IFA an den Potsdamer Platz zu locken.

Intels Agenda

Der Eindruck, wir hätten da nur ein lockeres Bier mit Intel getrunken mag entstehen, vorher gab es aber noch einige Vorträge und viel fachliches zur Entwicklung mit Qt für Netbooks. Den Anfang machte ein Vortrag über MeeGo, welcher nicht nur das UI zum Thema hatte, sondern auch tiefer in die API und den Layer Aufbau des MeeGo Betriebssystems abhandelte. Danach gab es erstmal ein paar Details über den Atom Prozessor, welcher ja die MeeGo Netbooks antreibt. Sehr interessant, auch die gezeigte Roadmap für den Atom. Der Atom Prozessor hat auch eine Hardware Floatingpoint Unit, was ich auch für zukünftige Handys als interessant betrachte, hier wird dies nämlich bisher häufig noch in Software emuliert. Im Anschluss ging es um das Intel Atom Developer Programm sowie den AppStore von Intel "AppUp Center".
In der ersten Pause spielte Uli Dumschat für uns Gitarre, denn er ist einer der Intel Rockstars. Das analog Signal der Gitarre wurde hierbei auf einem Netbook in ein Digitales umgewandelt und dann eingespeisst. Nach der Pause ging es dann mit 2 Vorträgen weiter: Einer Einführung in Qt und den Qt Creator, sowie die Intel Software Developement Tools for mobility.
Dann folgte eine weitere Pause, und es kamen 4 Kurzvorträge, einer davon war meiner über die Qt Portierung. Die anderen Themen waren das Intel AppUp Center + das Intel Atom Developer Programm, und wie man nun als Entwickler seine App in den AppStore von Intel bekommt. Als letztes wurde uns noch von Stephan Odoerfer das WeTab präsentiert. Dies fand ich auch sehr interessant und ansprechend. Den ganzen Tag über konnte man eines von drei WeTab an einem kleinen eigenen Stand testen. Die Präsentation zeigte dann noch mal die Details und Vorteile von MeeGo, da das WeTab jetzt auf MeeGo läuft.
Sehr angenehm empfand ich, das Intel hier nicht versuchte uns was zu verkaufen, die Vorträge hatten fachlich hohe Qualität, man nervte uns nicht mit Marketingphrasen und auch sonst waren wir Techies hier mal unter uns. Nach den Vorträgen verloste Intel dann noch 3 Levono Netbooks und ein WeTab unter uns Entwicklern. Danach gab es dann das schon erwähnte Gettogether und Happy Networking.

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